Brechts blau´esBand
— Sie ist´s. Lichtblick´tonbänder

BRECHT´S BLAU´ESBAND

Performance mit einem blauen Band für zwei Schauspieler

»Wer immer seinen Schuh gespart, dem ward er nie zerfranst. Und wer nie müd´noch traurig war, der hat noch nie getanzt. Wir tanzten nie mit mehr Grazih, als über Gräber noch. Gott pfeift die schönsten Melodien, stets aus dem letzten Loch.«

Fünf Lieder und drei Balladen von Brecht fädeln sich entlang eines blauen Bands auf, welches sich durch das Publikum wickelt, verwickelt und es ineinanderwickelt und hat damit den Menschen am Wickel, um ihn zu einer kurzweiligen provokanten und amüsanten Wickelei einzuladen.

Von und mit
MANUELA RADEMAKER — Performing, Gesang
HERBERT FISCHER — Sprecher

SIE IST´S LICHTBLICK´TONBÄNDER

Vocalperformance mit blauem Band für eine Schauspielerin

»Muse lässt ihr blaues Band wieder flattern durch die Träume. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll die Hand. Ja sie ist`s.«

»Solange ich im Wasser steh´werden sich neue Wellen an mir´ brechen.«

Stumm entwickelt sich die Performerin aus ihrem blauen Kokon, wickelt das imaginäre blaue Band von der Wand ab, um schließlich das Publikum in ein blaues Tonband aus sieben Schubert Melodien und englische Balladen darin zu verwickeln und ineinanderzuwickeln, um es sich selbst im blauen Wasser zu überlassen.

Von und mit
MANUELA RADEMAKER — Performing, Gesang
HERBERT FISCHER — Regie

BLAUER´RAUM BLAUES´BAND

Rauminstallation mit blauem Tafelbild und Vocalperformance in Galerie der Orangerie am Englischen Garten München, Januar 2011

Dieses Projekt thematisiert die Farbe Blau in seiner physischen, musikalischen und metaphysischen Ausdrucksform. Dass sich an drei Galeriewänden abwickelnde, 144 Meter lange blaue Tafelbild, wird in rhythmischen Abständen immer wieder unterbrochen und verdichtet. Übereinander geschichtete Farbtöne aus Rot, Gelb und Grün bilden die Untergründe der letzten blauen oberer abschließenden Ölschichten. So entfaltet das monochrom anmutende Blau eine subtile schwingende Räumlichkeit. Blau als physische Form, als musikalischer Ton, als Schwingungsfrequenz im natürlich belichteten Raum, welches durch die gläserne Südfassade das Lichtband zu unterschiedlichen Tageszeiten anstrahlt. Blau wirkt mal kalt, dann wieder warm, zieht nach innen, wirkt meditativ. Die Bedeutung der Farbe Blau, dessen Semantik und Symbolik ist Thema der Performance.

Aus verschiedenen Standpunkten betrachtet entfalten Farben und Töne immer wiederkehrende Muster, deren unsichtbare Strukturen im Raum Muster bilden und »hörbar« sind. Beginnen wir uns auf diese subtilen unsichtbaren Ebenen einzulassen, werden uns die Türen in eine umfassendere, differenziertere Welt geöffnet, die die unsichtbaren Zwischenräume »einfärben« und unser Leben stets begleiten.

Produktion MANUELA RADEMAKER

MANUELA RADEMAKER — Konzeption, Installation, Malerei, Video, Objekte, Performance, Texte
HERBERT FISCHER — Künstlerische Beratung
THOMAS GOTTSCHALL — Fotografie
JEANNETTE KUMMER — Medienberatung